Herzlich Willkommen in Vendersheim!

Bild

Als eines der höchstgelegenen Dörfer im Landkreis Alzey-Worms besticht der etwas abseits der Hauptverkehrsstraße gelegene Ort besonders an klaren Herbsttagen mit einem Panoramablick, der seinesgleichen sucht. Der Blick kann weit schweifen: Im Süden über das Pfälzer Bergland mit dem herausragenden Donnersberg, im Westen in den Hunsrück hinein, im Norden in den Taunus und den Rheingau und im Osten bis zum Odenwald. Bedingt durch die Höhenlage kann an nebligen Tagen oft ein Naturschauspiel der besonderen Art beobachtet werden. Die umliegenden Täler und Dörfer liegen dann im Dunst und allein Vendersheim erstrahlt im hellen Sonnenlicht. Nicht umsonst heißt eine Weinlage hier „Sonnenberg". Wie ein glücksbringendes nach Südwesten hin geöffnetes Hufeisen umrahmen die Weinberge den idyllisch gelegenen Ort mit langer Vergangenheit.

Im Jahre 741 schenkten der „Vollfreie" Gunthram und seine Gemahlin Othruda dem Kloster Fulda ihren Besitz in der Gemarkung Vendirdisheim. Später hieß die Ortschaft Fendesheim (1424), Venderßheim (1443) und Fendersheim (1494). Die Gegend um Vendersheim war nachweislich jedoch schon in der jüngeren Steinzeit von Menschen besiedelt. Ein kleines steinzeitliches Dörfchen lag in der Gewann „Auf Heure". In den unterirdischen Überresten der Lehmhütten wurden eine große Anzahl Feuersteinmesser gefunden, außerdem Gefäße des so genannten Michelsberger Typus und Backteller. Schulrat Spang grub in den zwanziger Jahren eine steinzeitliche Siedlung der ackerbautreibenden Spiralkeramiker aus. Deren Gefäße waren mit Spiralmustern verziert, was ihnen diesen Namen bescherte. Auch die nachfolgende Bronze- und Eisenzeit hat ihre Spuren im Vendersheimer Raum hinterlassen. Es folgten die Römer, die hier - auf dem Behlacker – ein Landgut errichteten. Über die Herkunft des Dorfnamens sind sich die Historiker uneins. Schulrat Spang nahm seinerzeit noch an, dass er von dem ehemaligen römischen Legionär Bendirdo oder Vendirdis kam, der hier sein Rentendasein im Landgut verbracht haben soll. Später schrieb man die Namensentstehung der Zeit der ersten fränkischen Siedlungen zu. So könnte Vendersheim nach dem ersten hier ansässigen „vollfreien Franken" benannt worden sein, also etwa nach dem Heim des Fenther.